Die Internationale Moderne außerhalb Europas wurde in der Geschichte der Fotografie bisher selten berücksichtigt. So ist kaum bekannt, dass Brasilien seit den 1830er Jahren eine herausragende Rolle in der Fotografie einnahm und ein bemerkenswertes Repertoire an Techniken, Diskursen und individueller Formensprache entwickelte. Auf der Basis intensiver Archivarbeit und ausgehend von dem Fotografen Valério Vieira rekonstruiert Alina Hofmann den ästhetisch-kulturellen Kontext der Fotografie der 'brasilianischen Belle Époque'. Sie geht der Frage nach, was ein fotografisches Bild um 1900 leisten konnte oder sollte. Vieira fand darauf humorvolle wie kritische Antworten. Seine Fotografien vermitteln ein umfassenderes Bild der Jahrhundertwende als bisher in der Forschung beachtet.
Erste deutschsprachige Monografie zu Valério Vieira
Wichtiger Forschungsbeitrag zur Internationalen Moderne außerhalb Europas
Vereint kunst- und medienwissenschaftliche Diskurse mit der Fotografiegeschichte
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