Die Lebenswege von vier Freunden, in denen sich das Schicksal eines ganzen Landes spiegelt: Kermit, Gershon, Schneid und Travis wachsen in den 80er Jahren in einem Dorf in der Nähe Jerusalems auf, das von der Geschichte Israels geprägt ist wie durch ein unsichtbares Kraftfeld. Es geht um Musik, Popkultur, euphorische Liebe und den Traum von Freiheit und Selbstverwirklichung, aber auch um die Schrecken der Vergangenheit, um Pogrome und Kriege, die weiter ständig drohende Gewalt. Als einer der Freunde bei einem Militäreinsatz im Libanon stirbt, wird das für die anderen zum Wendepunkt: Einer gründet eine erfolgreiche Falafel-Kette, ein weiterer gestaltet Grabsteine, der dritte zieht von Ort zu Ort, auf der Suche nach seiner großen Jugendliebe und nach sich selbst. Die Erfahrung des tragischen Verlustes wird sie jedoch für immer verbinden.
Einfühlsam und lebensprall erzählt "Das Leben nach den großen Ferien" von Freundschaft, dem Ende der Unschuld und der lebenslangen Suche nach Zugehörigkeit und Identität - sowie von einer Generation in Israel, die versucht, der scheinbar unausweichlichen Gewaltspirale zu entkommen.