Caroline Blackwood, Erbin des Guinness Vermögens und schillernde Figur der Londoner Bohème, hat aus ihrer Herkunft und ihrem Leben keine Legende gemacht, sondern Literatur: erschütternd, kühl, von einer dunklen Magie durchzogen. Ihre drei Ehen, mit dem Maler Lucian Freud, dem Komponisten Israel Citkowitz und dem Dichter Robert Lowell, stehen für ein glamouröses Dasein im Sog von Kunst, Begehren und weiblicher Selbstbehauptung.
Das Schicksal der Mary Rose, erschienen 1981 und endlich wiederentdeckt, ist ein präzises Kammerspiel über Macht und Abhängigkeit. Blackwood zeigt, wie die Gewichte im bürgerlichen Idyll um Ehe, Kind, Heim sich so weit verschieben können, dass aus Fürsorge Kontrolle wird und das Unheimliche sich im Alltäglichen Bahn bricht. Ein unerbittliches Buch von bestechender Eleganz und bezwingender Wirkung.
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