Spiritueller Wegbegleiter und eines der bedeutendsten lyrischen Werke der Moderne'Ich habe Hymnen, die ich schweige' - das eigene Ich und die mögliche Existenz Gottes in Worte zu fassen und begreifbar zu machen, ist das große Thema der Literatur um 1900. Aus der Anbetung Gottes in den Stundenbüchern des Mittelalters wird bei Rilke die Suche nach Gott und der eigenen Identität. Sein wichtigstes Frühwerk entstand vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen in der Großstadt Paris. 'Das Stundenbuch', erschienen 1905, geliebt wegen der Musikalität seiner Verse, kritisiert wegen seiner verklärenden Wirklichkeitssicht, ist eins der bedeutendsten lyrischen Werke der Moderne.
- »Rilke gilt als der Klangzauberer der deutschen Sprache« NDR
- Neuausgabe zum 100. Todestag (29.12.2026)
- »Popstars zitieren ihn, junge Menschen feiern ihn auf TikTok.« Deutschlandfunk Kultur
- Rilke »war ein rastlos Umherziehender, ein ewiger Reisender, dessen wahre Heimat die Poesie war« Sueddeutsche Zeitung
- Mit seiner neuromantischen, religiösen Stimmung zählt Das Stundenbuch zu den wirkungsmächtigsten Texten seines Frühwerks
- »Gott, wie begreif ich deine Stunde, als du, daß sie im Raum sich runde, die Stimme vor dich hingestellt; dir war das Nichts wie eine Wunde, da kühltest du sie mit der Welt. Jetzt heilt es leise unter uns« Rainer Maria Rilke
- »Du, Nachbar Gott, wenn ich dich manches Mal in langer Nacht mit hartem Klopfen störe, - so ist's, weil ich dich selten atmen höre und weiß: Du bist allein im Saal. Und wenn du etwas brauchst, ist keiner da, um deinem Tasten einen Trank zu reichen: Ich horche immer. Gib ein kleines Zeichen. Ich bin ganz nah« Rainer Maria Rilke