Warum malte ein unbekannter niederländischer Künstler im 17. Jahrhundert das Porträt eines molukkischen Herrschers mit amputiertem Arm? Yannis Hadjinicolaou geht der spannenden Geschichte der ungewöhnlichen Darstellung des Sultans Sayfoedin nach, der zwischen 1657 und 1687 Herrscher von Tidore, eine der Molukken-Inseln im Nordosten des heutigen Indonesiens, war. Er fragt nach den Gründen für die Visualisierung der Amputation Sayfoedins, deutet die Kleidung des Herrschers und rekonstruiert die Provenienz des Gemäldes, das sich heute im Czartoryski-Museum in Krakau befindet. Dabei zeigt er, welche Bedeutung die Partnerschaft zwischen Sayfoedin und der Niederländischen Ostindien-Kompanie sowie der Nelkenhandel hatten und inwiefern das Porträt die Beziehung zwischen kolonialer Macht und lokaler Herrschaft widerspiegelt.
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