Club utilise des cookies et des technologies similaires pour faire fonctionner correctement le site web et vous fournir une meilleure expérience de navigation.
Ci-dessous vous pouvez choisir quels cookies vous souhaitez modifier :
Club utilise des cookies et des technologies similaires pour faire fonctionner correctement le site web et vous fournir une meilleure expérience de navigation.
Nous utilisons des cookies dans le but suivant :
Assurer le bon fonctionnement du site web, améliorer la sécurité et prévenir la fraude
Avoir un aperçu de l'utilisation du site web, afin d'améliorer son contenu et ses fonctionnalités
Pouvoir vous montrer les publicités les plus pertinentes sur des plateformes externes
Club utilise des cookies et des technologies similaires pour faire fonctionner correctement le site web et vous fournir une meilleure expérience de navigation.
Ci-dessous vous pouvez choisir quels cookies vous souhaitez modifier :
Cookies techniques et fonctionnels
Ces cookies sont indispensables au bon fonctionnement du site internet et vous permettent par exemple de vous connecter. Vous ne pouvez pas désactiver ces cookies.
Cookies analytiques
Ces cookies collectent des informations anonymes sur l'utilisation de notre site web. De cette façon, nous pouvons mieux adapter le site web aux besoins des utilisateurs.
Cookies marketing
Ces cookies partagent votre comportement sur notre site web avec des parties externes, afin que vous puissiez voir des publicités plus pertinentes de Club sur des plateformes externes.
Une erreur est survenue, veuillez réessayer plus tard.
Il y a trop d’articles dans votre panier
Vous pouvez encoder maximum 250 articles dans votre panier en une fois. Supprimez certains articles de votre panier ou divisez votre commande en plusieurs commandes.
Der Değirmendere Aquadukt von Ephesos ist mit 27,5 km die langste und jungste der sechs Fernwasserleitungen, die Quellwasser in die Metropole der romischen Provinz Asia brachten. Es handelt sich dabei um eine Gravitationsleitung, die alle Taler ausfuhr, uber 24 Brucken und durch vier Tunnel gefuhrt wurde. Durch die enorme Ausbreitung der Bebauung in der Touristenstadt Kuşadası, den Ausbau der Straaen und die intensive landwirtschaftliche Nutzung der Umgebung war das Bauwerk extrem gefahrdet. Deshalb wurde es ausgewahlt, um als erste Wasserleitung im Detail bearbeitet zu werden. In einem interdisziplinaren Projekt des Osterreichischen Wissenschaftsfonds (FWF-Projekt Nr. P200034-G02) wurden die Reste des Bauwerks von 2009-2011 dokumentiert. Aufgrund der geologischen Beschaffenheit des Gelandes wurde das Bauwerk in drei Zonen eingeteilt. In Zone II wurde die am Hang hoch uber dem Meer liegende, oberirdische Leitung auf einer Strecke von 11 km freigerodet, wahrend in den unterirdischen Zonen I und III nur die Brucken sowie die Tunnel aufgenommen und in Detailuntersuchungen an bestimmten Stellen erforscht wurden. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen waren uberraschend und vielfaltig; sie konnen in den nun vorliegenden beiden Banden der Offentlichkeit prasentiert werden. Hervorzuheben ist die Tatsache, dass zwei Leitungen bis in die Stadt gefuhrt wurden: In hadrianischer Zeit entstand der erste Bau mit einem Querschnitt von 70 x 50 cm mit Plattenabdeckung und einer transportierten Wassermenge von 12.000 m3/Tag in Zone II, wahrend in Zone I und III ein begehbarer Querschnitt mit Gewolbe angelegt wurde. Nach 32-36 Jahren Betriebszeit wurde die Leitung an der İcmetepe-Storungslinie bei einem Erdbeben um 3 m auseinandergerissen. Dadurch wurde am Ende der antoninischen Zeit der Bau eines neuen Aquaduktes notwendig. Dieser erhielt einen groaeren Querschnitt von 85 x 230 cm, da nun das Wasser der Keltepe-Quelle ebenfalls eingespeist wurde und somit 50.000 m3/Tag in die Stadt gefuhrt wurden. An der Bahcecikboğaz-Brucke wurde die Hohendifferenz von 3 m zwar wieder ausgeglichen, doch wurde der neue Aquadukt mit geringerem Gefalle bis in die Stadt gefuhrt, wo er nun hohere Gebiete mit mehr Wasser versorgen konnte. Eine weitere Besonderheit des Değirmendere Aquaduktes stellen die Bypasse dar, die in der extrem flachen Leitung zwischen der İcmetepe-Storung und der Bahcecikboğaz-Brucke zutage gekommen sind. Auch der Zusammenhang zwischen Mauerwerk und Steinbruchen konnte geklart werden. Letztendlich konnten aber auch durch die umfangreichen Dokumentationsarbeiten viele kleine Detailfragen, unter anderem auch zu den menschlichen Dimensionen eines solch gewaltigen Bauwerkes, geklart werden. Im ersten Band wird zunachst auf die Forschungsgeschichte eingegangen. Es folgen eine Zusammenfassung und eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Abschnitte, Brucken und sonstigen Einzelbauwerke von der Quelle bis in die Stadt. Zudem werden die interessanten Ergebnisse der Notgrabungen des Museums Aydın, die nach Abschluss unseres Forschungsprojekts stattgefunden haben, kurz vorgestellt. Im zweiten Band werden die Geologie der Umgebung, der Bau des Aquaduktes (Steinbruche, Steinarten, Mauerwerkstypen, die Leitung und die Tunnel), die Wartung und Reparatur des Aquaduktes, die Sinterablagerungen, die Berechnung der Durchflussmengen, sberlegungen zur Datierung, die nachantike Nutzung fur die Pygela Abzweigung, die Leitung nach Kuşadası von spatbyzantinischer bis in die heutige Zeit und die Muhlen behandelt. In der Schlussbetrachtung werden offene Fragen skizziert und die Auswirkungen auf die Forschungen von Ephesos umrissen. Der Appendix enthalt Informationen zum einen zur Methodik bei der Erforschung des Aquaduktes und des Weiteren zu den nicht direkt mit dem Değirmendere Aquadukt nach Ephesos in Zusammenhang stehenden Aquadukten nach Anaia/Kadıkalesi und von Sultaniye.