Was ist Realität wirklich?
Sehen wir die Welt, wie sie ist – oder erleben wir nur ein Modell unseres Gehirns?
In "Die Realität ist nicht, was sie scheint – Wahrnehmung, Bewusstsein und die Grenzen der objektiven Welt" untersucht Dominik Wörner eine der grundlegendsten Fragen der Philosophie und modernen Wissenschaft: Wie entsteht unsere Wirklichkeit?
Ausgehend von aktuellen Erkenntnissen der Neurowissenschaft, Kognitionswissenschaft und Physik zeigt dieses Buch, dass Wahrnehmung kein passives Abbilden ist, sondern ein aktiver Konstruktionsprozess. Das Gehirn arbeitet als Vorhersagemaschine, formt Sinneseindrücke zu Modellen und stabilisiert eine Welt, die uns unmittelbar und selbstverständlich erscheint. Doch wie objektiv ist diese Welt wirklich?
Das Werk verbindet zentrale Themen wie Bewusstsein, Ich-Illusion, Selbstmodell, Predictive Processing, Objektivität, Materialismus, Idealismus, Panpsychismus und Pragmatismus zu einer kohärenten Analyse. Dabei werden die großen Weltbilder unserer Zeit kritisch verglichen: Ist Materie fundamental – oder Bewusstsein? Ist Realität unabhängig vom Beobachter? Gibt es eine objektive Wahrheit – oder nur perspektivische Modelle?
Statt einfache Antworten zu liefern, entwickelt das Buch eine erkenntnistheoretisch präzise Haltung. Wahrheit wird nicht als absoluter Besitz verstanden, sondern als Werkzeug. Bedeutung entsteht nicht durch metaphysische Vorgaben, sondern durch relationale Strukturen zwischen Organismus, Welt und Interpretation.
Besondere Schwerpunkte sind:
• Wahrnehmung als kontrollierte Vermutung
• Das Selbst als dynamisches Modell
• Die Grenzen von Objektivität und Beobachtereffekt
• Information, Realität und moderne Physik
• Wahrheitstheorien: Korrespondenz, Kohärenz und Pragmatismus
• Sinn, Freiheit und Verantwortung in einer konstruierten Welt
• Aufmerksamkeit, Emotion und gesellschaftliche Narrative
Dieses Buch richtet sich an Leserinnen und Leser, die sich für Philosophie des Geistes, Erkenntnistheorie, Bewusstseinsforschung, Neurowissenschaft, Metaphysik und Wissenschaftstheorie interessieren. Es ist eine Einladung, die scheinbare Selbstverständlichkeit der Welt zu hinterfragen – ohne in Relativismus oder Mystik zu verfallen.
"Die Realität ist nicht, was sie scheint" verbindet analytische Klarheit mit existenzieller Tiefe. Es zeigt, dass wir nicht in einer bloßen Illusion leben – aber auch nicht in einem transparenten Fenster zur Welt. Wir leben in Modellen. Und gerade darin liegt unsere Freiheit zur Reflexion.
Ein philosophisches Sachbuch für alle, die komplexe Fragen lieben und bereit sind, ihre Gewissheiten zu überprüfen.
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