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In diesen warmherzigen Romanen der beliebten, erfolgreichen Sophienlust-Serie ist Denise überall im Einsatz. Denise hat inzwischen aus Sophienlust einen fast paradiesischen Ort der Idylle geformt, aber immer wieder wird diese Heimat schenkende Einrichtung auf eine Zerreißprobe gestellt. Doch auf Denise ist Verlass. In der Reihe Sophienlust Extra werden die schönsten Romane dieser wundervollen Erfolgsserie veröffentlicht. Warmherzig, zu Tränen rührend erzählt von der großen Schriftstellerin Patricia Vandenberg.
In der Ferne grollte der erste Donner. Andrea von Lehn blickte ein bisschen ängstlich aus dem Fenster, denn Betti, das Hausmädchen, war für zwei Tage beurlaubt. Hans-Joachim aber, Andreas Mann, war zur Geburt eines Fohlens auf einen Bauernhof gerufen worden und schon sechs Stunden von zu Hause weg. Andrea strich der schwarzen Dogge Severin mit zitternden Fingern über den Kopf. »Ich weiß, dass es dumm ist, Severin. Aber ich fürchte mich nun mal bei Gewitter. Wenn ich bloß wüsste, wo Hans-Joachim im Moment steckt!« Doch das konnte ihr weder die Dogge noch Waldi, der Dackel noch irgendeines der zahlreichen Tiere im Tierheim Waldi & Co. verraten. Die junge Frau schaute durchs Fenster hinüber zu dem Tierheim, das sie sehr bald nach ihrer Hochzeit mit dem jungen Tierarzt gegründet hatte und das bereits von den verschiedensten Bewohnern bevölkert wurde. Da waren die Füchse Pitt und Patt, der Waldkauz Fabby, die Dohle Dolly und der Esel Benjamin, der schon sehr alt war, die beiden Schimpansen Luja und Batu, die Ringelnatter, die aus unerfindlichen Gründen Olga genannt wurde, sowie die Hauskatze Musch mit ihrem Sohn Peterle. Stolz und Attraktion des Heimes aber war die Braunbärin Isabell mit ihren Jungen Taps und Tölpl. Im Anbau des Tierheims wohnte der Tierpfleger Helmut Koster, der in einem Zirkus aufgewachsen war und sich aufopfernd und rührend um seine Schützlinge kümmerte. Denn außer den ständigen Bewohnern gab es stets noch eine Reihe von Pfleglingen. Ich könnte zu Helmut Koster gehen, überlegte Andrea. Unvermutet zuckte der erste Blitz, dem ein ohrenbetäubender Donnerschlag folgte. Andrea schlug erschrocken die Hände vors Gesicht. Sogar die schwarze Dogge duckte sich ängstlich. »Ich halt's hier nicht mehr aus«, rief die junge Frau, als sie vom Tierheim her den Esel heiser schreien hörte.