Er wusste alles. Und die Welt vergaß ihn trotzdem.
Gottfried Wilhelm Leibniz war vielleicht der letzte Mensch, der das
gesamte Wissen seiner Zeit beherrschte — Mathematik, Philosophie, Physik,
Recht, Theologie, Linguistik. In jedem dieser Felder hinterließ er Spuren,
die bis in unsere Gegenwart reichen.
Dieses Buch erzählt sein Leben in ruhiger, erzählerischer Sprache —
zum Lesen beim Einschlafen.
Du erfährst, wie der junge Leibniz als Kind in der Bibliothek seines
verstorbenen Vaters die Antike verschlang und sich mit 15 Jahren an der
Universität einschrieb. Du begleitest ihn nach Paris, wo er die führenden
Köpfe Europas traf und eine Rechenmaschine baute, die alles vor ihr in den
Schatten stellte. Du erlebst seine größte Entdeckung: die
Infinitesimalrechnung — unabhängig von Newton entwickelt, und doch Auslöser
eines der bittersten Wissenschaftsstreits der Geschichte.
Und du verstehst, warum sein seltsamster Einfall — alle Zahlen nur mit
Einsen und Nullen darzustellen — erst 300 Jahre später seinen wahren Wert
entfaltete: als Grundlage jedes Computers, jedes Smartphones, jedes
digitalen Moments unseres Lebens.
Leibniz starb 1716 allein in Hannover. Kein Würdenträger, kein Gelehrter
begleitete seinen Sarg. Die Welt hatte ihn vergessen. Was sie nicht wusste:
Sie lebte bereits in seiner Sprache.
Teil der Reihe "Giganten des Geistes"
Nous publions uniquement les avis qui respectent les conditions requises. Consultez nos conditions pour les avis.