Der Medizinstudent Kolja wird nach revolutionären Umtrieben von der Universität in Kyijv verwiesen und nach verbüßter Haft in die Aufsicht seiner Eltern in eine kleine Provinzstadt entlassen. Doch die turbulente Zeit in der Großstadt hat ihn verändert und eine Mauer der Entfremdung und des Unverständnisses zwischen ihm und den Bewohnern seiner Heimat errichtet. Das brodelnde Leben in der Metropole weicht einer ländlichen Monotonie, der hochtrabende Jugendeifer dem Wunsch nach der Bequemlichkeit des Beamtendaseins. Während die Mutter überglücklich ist, ihren geliebten Sohn unversehrt zurückzuhaben, bangt der Vater, der es in dem Städtchen zu einigem Ansehen gebracht hat, angesichts der Exzentrizitäten Koljas um seine Stellung und versucht immer wieder, ihn zur Einsicht zu bewegen. Doch kann der junge Mann seine Ideale so einfach aufgeben?
Mit großem psychologischen Feingefühl und leiser Komik vermittelt Evgenij Cirikov die lähmende Enge der Provinz und das tragische Dilemma von Liebe und Ehre. Die mitreißende Erzählung einer verhängnisvollen Heimkehr, die zeigt, wie das Beste zu wollen zum Schlimmsten führen kann.
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