Im 19. Jahrhundert waren die künstlerische Auseinandersetzung mit mittelalterlicher Architektur und ihre wissenschaftliche Erforschung eng verknüpft. Neben Kunsthistorikern prägten auch Architekten und Maler das Sammeln, Ordnen und Vermitteln von architekturhistorischem Wissen entscheidend mit. Dieses Buch zeigt, dass nicht nur die objektive Dokumentation, sondern vor allem die gestaltende Transformation historischer Bauwerke eine große Stärke der architekturhistorischen Forschung darstellte. Anhand eines transnationalen Vergleichs von Architekturgemälden, Museumseinrichtungen, Gartenräumen und denkmalpflegerischen Projekte werden gattungsübergreifende Strategien im Umgang mit Geschichtsentwürfen analysiert und als kreative Beiträge zur im Entstehen begriffenen Disziplin der Architekturgeschichte neu bewertet.
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