Politische Plakate werden in Europa erstmals massiv im Kontext der Propaganda des Ersten Weltkriegs eingesetzt. Seither begleiten sie als visuelle Kommentare gesellschaftliche und politische Umbrüche. Die Publikation zeigt die gestalterische und thematische Entwicklung des politischen Plakats ab 1918. Während nach dem Ersten Weltkrieg eine expressionistische Gestaltung den traumatisierten Zustand der Nation zum Ausdruck brachte, zeugen Formen und Motive der Plakate aus den 1920er- und 1930er-Jahren zunehmend von der Brutalität der politischen Auseinandersetzungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg rücken Themen wie die Auseinandersetzung der Systeme und individuelle Politiker in den Fokus. Eine jüngere Zielgruppe sprechen die Plakate der 1960er- und 1970er-Jahre im Pop-Art-Stil an. Die 1980er- und 1990er-Jahre markieren schließlich den Beginn eines Stilpluralismus.
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