In seiner posthum erschienen Ästhetik (1953) entfaltet Nicolai Hartmann in kritischem Anschluss an Hegel eine umfassende Theorie des Schönen und der Kunst, die eng mit den Ansätzen seiner kritischen Ontologie, der Erkenntnistheorie und der Theorie der Werte verbunden ist. Seit Jahrhundertmitte haben Positionen und Einwände aus Sprachphilosophie, Kritischer Theorie und postmoderner Philosophie Theorien der Kunst mit ontologischem Anspruch unattraktiv erscheinen lassen. Jedoch haben seit dem späten 20. Jahrhundert insbesondere in der analytisch geprägten Philosophie verwandte Konzepte, in denen ästhetische, ontologische und erkenntnistheoretische Perspektiven in ein Bild treten, neuen Raum gewonnen. Im Rahmen des Sammelbandes wird die Fruchtbarkeit und Belastbarkeit der Hartmann schen Ästhetik nicht nur in Bezug auf historische Positionen, sondern auch vor dem Hintergrund aktueller philosophischer Theorien und moderner Kunstverständnisse neu befragt.
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